Der erschöpfte Tod

Horst Meister
Der erschöpfte Tod, 2018
Aus: DER LETZTE TOTENTANZ
Tusche auf Papier
32 x 48 cm

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Wird vorgetragen von Horst Meister

Weltuntergangs-Szenarien gab es in der Menschheits-Geschichte zu allen Zeiten und in allen Kulturen immer wieder. Vor allem elementare Katastrophen, die sich jenseits von menschlicher Einflußnahme abspielten, wie Pest, Cholera, Erdbeben, Tsunamis etc., führten der Menschheit immer wieder auch ihre eigenen Grenzen vor Augen. Das 20. und 21. Jahrhundert aber konfrontiert die menschliche Zivilisation inzwischen rund um den Erdball mit einem ganz neuen, bisher kaum beachteten Phänomen: die von Menschen gemachte Zerstörung im globalen Ausmaße. Unter dem Sammelbegriff KLIMAWANDEL verstehen wir die Summe von systematischen Ausbeutungs- und Zerstörungs-Szenarien der (über-) lebenswichtigen Erd-Ressourcen durch die Menschheit. Inzwischen zeigt dieser "Krieg gegen die Natur und gegen die Umwelt" bereits globale Auswirkungen, die selbst von den Hauptverursachern nicht mehr geleugnet werden können. Dennoch schreitet der zerstörerische Raubbau an den elementaren Lebensgrundlagen für Menschen, Natur und Tiere ungebremst weiter. Die Pole schmelzen aufgrund der Erwärmung rapide ab. Dicht besiedelte Küstenregionen werden überflutet. Der Wasserspiegel der Weltmeere steigt kontinuierlich an. Die Ozeane und Flüsse verkommen durch die ungebremste Vermüllung zu riesigen lebensfeindlichen Kloaken. Auf allen Kontinenten beginnen sich Seuchen und Killer-Viren auszubreiten, die von uns Menschen kaum noch beherrschar sind. Das bedeutet, daß ein Großteil aller Lebewesen für immer von diesem Globus veschwinden wird. Die im Frühjahr 2020 begonnene, Kontinente-übergreifende Ausbreitung des Coronar-Virus ist ein neues sehr deutliches Zeichen für die Überlebens-Krise aller irdischen Lebewesen.

"Der erschöpfte Tod", der auf einer Eisscholle inmitten einer überfluteten Stadtlandschaft hockt, hat offenbar resigniert. Er ist erschöpft und schafft seinen Job nicht mehr. Es wird in dieser Zeit einfach zu viel gestorben..........der Tod des Todes.

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